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OK Labs kündigt Hypervisor für IVI-Systeme an

Ende November 2011 hat das Unternehmen für Virtualisierungs-Software und sichere Drahtlos-Kommunikation „Open Kernel Labs (OK Labs)“ den „OKL4 for In-Vehicle-Infotainment (IVI)“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Hypervisor, bei dem die Anwender-Technologien (Multimedia, Infotainment und weitere) und Automobil-Technologien (Navigation, Fahrassistenz, Statusmeldungen und weitere) getrennt behandelt werden, obwohl sie auf dem gleichen Prozessor laufen.


Ursprünglich für Mobiltelefone entwickelt, um geschäftliche und private Inhalte von einander zu trennen, hält der Hypervisor nun Einzug in den Automobilbereich. Dieser ist eine modifizierte Version des OKL4 Embedded, Microkernel-basierten Hypervisors „Microvisor“. Durch die Verwendung von virtuellen Maschinen für unterschiedliche Bereiche können benutzerorientierte und sicherheitskritische Technologien in einem Host-System vereinbart werden. Somit trage OKL4 zu Kosteneinsparungen bei, da physikalisch getrennte Prozessoren für einzelne Umgebungen überflüssig werden.

 

Der OKL4-Hypervisor ist für ARM Cortex Prozessoren optimiert und ermöglicht abschnittsweises Booten und unabhängige Reboots sowie Unterstützung diverser Betriebssysteme und Betriebssysteminstanzen, zum Beispiel Genivi-konformes Linux, Android und die AUTOSAR-Architektur. Der OKL4-Microkernel bearbeitet das meiste im Userspace und bietet daneben eine kompakte Hardware-Abstraktionsschicht, die die oben genannten Betriebssysteme unterstützt. Eine kleine POSIX-konforme Ausführungsumgebung erlaubt es, mehrere Applikationen und Gerätetreiber in unterschiedlichen, von einander getrennten Partitionen auszuführen. Durch die getrennten Bereiche können auch offener und geschützter Software-Code, je nach Geheimhaltungsbestimmungen der beteiligten Firmen, von einander isoliert werden.

 

Weitere Informationen sind in der Pressemitteilung von OK Labs zu finden.