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MeeGo wird Basis der Genivi-Allianz für Infotainment im Auto

Laut der Linux Foundation und der Genivi-Allianz wird die Linux Distribution MeeGo, welche speziell für mobile Geräte entwickelt wird, die Basis für ein quelloffenes Atomobil-Infotainmentsystem darstellen. Bereits das nächste Release der Genivi-Allianz für In-Vehicle Infotainment (IVI) soll auf MeeGo beruhen.

 

Die Entscheidung für MeeGo begündet der Präsident der Genivi-Allianz, Graham Smethurst von BMW, nur damit, dass MeeGo eine technisch innovative Plattform sei. Die Allianz wurde bereits im März 2009 gegründet und zählt BMW, General Motors, Hyundai, Peugeot, Renault, Intel, ARM, Nokia, Wind River, Magneti-Marelli und Continental zu ihren derzeitigen Mitgliedern. Das MeeGo Projekt ist aus einem Zusammenschluss der Embedded Linux-Entwicklungen Mobilin von Intel und Maemo von Nokia vor einigen Monaten entstanden.

 

Das Ziel der Allianz ist es eine neuartige Kooperation zwischen Automobilherstellern, Lieferanten und Technologie Anbietern zu schaffen und damit auch Synergieeffekte zu nutzen. Ein Quasi-Standard im IVI Bereich soll dabei helfen ein System mit einem umfangreichen Ökosystem an Anwendungen und Kompatibilität zu anderen Geräten anzubieten. Um weitere Entwicklungen zu erleichtern, soll die Plattform als Open Source Software verbreitet werden.

 

Genivi hat dafür fünf strategische Ziele festgelegt: Beschleunigung der Entwicklung hin zum vollständig mit einem Netzwerk verbundenen Fahrzeug für Infotainment Applikationen, die Bereitstellung einer Plattform mit standardisierter Middleware, Application Layer-Schnittstelle und Entwicklungsumgebung, die Erweiterung von Open Source-Innovationen auf die Automobil Branche, Motivation für Entwickler von Software schaffen und das Sponsoring von Technik-, Marketing- und Standardisierungsprogrammen.

 

Die Automobilhersteller sollen die Möglichkeit der Differenzierung ihrer Plattform auf Ebene der lauffähigen Anwendungen, der verfügbaren Bibliotheken und der HMI (Human-Machine Interfaces) haben. Durch diese Aufteilung will die Allianz einen gesunden Wettbewerb schaffen. Die Spezifikation der Middleware, des inneren Softwarestacks und des Kernels soll komplett von Genivi vorgegeben werden.

 

Ein Hersteller der auf die Genivi-Plattform setzt, soll damit in erster Linie die Zeit, welche er benötigt um ein Gerät auf den Markt zu bringen (Time to Market) reduzieren, die Innovationskraft erhöhen und durch Verbund- und Synergieeffekte Kosten sparen.

 

Weitere Informationen können auf der Webseite der Allianz, der MeeGo Projektseite und in einem Fact Sheet eingesehen werden.