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Neue Treiber sollen schneller in den offiziellen Linux-Kernel gelangen

Auf der diesjährigen Kernel Summit Konferenz hat sich Greg Kroah-Hartman im Rahmen seines Linux-Treiber-Projektes dafür engagiert, dass Treiber früher in den offiziellen Kernel integriert werden.

 

Aufgrund seines Engagements wurde Greg Koah-Hartman im Linux-Treiber-Projekt zum „Crap Manager“ benannt. Damit neue Treiber besser getestet werden können, hat Koah-Hartman bereits im Juni einen neuen Linux-Kernel-Zweig mit dem Namen „Linux-staging“ eingerichtet. Das Linux-Treiber-Projekt will aus diesem Grund in Zukunft die neuen Treiber ebenfalls schneller in den offiziellen Kernel bringen.

Damit die neuen Treiber von Benutzern nicht als stabil angesehen werden, wurden zwei Maßnahmen durchgesetzt. Die neuen Treiber befinden sich in einem neuen Verzeichnis „drivers/staging“ und besitzen das Flag „TAINT_CRAP“, welches automatisch gesetzt wird, wenn ein Treiber aus diesem Verzeichnis verwendet wird. Sobald ein Treiber dann ausgereift ist, kann er an seinen Bestimmungsort verschoben werden.

Im Unterschied zu den Treibern mit dem Flag „EXPERIMENTAL“ ist mit dem neuen System diese Markierung automatisiertt. Somit wird verhindertd, dass, wie im aktuellen Kernel, teilweise das EXPERIMENTAL Flag vergessen wird zu entfernen.

Über den endgültigen Namen dieses neuen Flags herrscht noch kein Einverständnis, und so existieren noch Vorschläge wie „TAINT_EXPERIMENTAL“ oder „TAINT_HALFBAKED“.

Weiterhin existiert ein Vorschlag eines neuen Treiber-Templates, welches als Gerüst für die Erstellung von neuen Treibern genutzt werden soll. Damit soll der Quelltext der Treiber einheitlicher und verständlicher werden.

Die vorgeschlagenen Änderungen werden voraussichtlich erst im Linux Kernel 2.6.28, welcher voraussichtlich frühestens Anfang 2009 erscheint.

Weitere Informationen:

- http://lwn.net/Articles/298570/