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Google bekommt Unterstützung der FSF bei Rechtsstreit mit Oracle

Die Free Software Foundation (FSF) unterstützt Google im Rechtsstreit bezüglich einer Patentklage, die Oracle gegen Google angestrebt hat. In einem Blog-Eintrag hat Brett Smith (FSF Compliance Engineer) die Unterstützung der FSF für Google angekündigt und klargestellt, dass die Organisation grundsätzlich gegen Softwarepatente ist.

 

Ben Smith merkt allerdings auch kritisch an, dass Google sich nicht umfassend genug mit den Problemen, welche aus Softwarepatenten entstehen können, beschäftigt hat. So habe das Unternehmen zur Zeit keinen eindeutigen Standpunkt zum Thema Softwarepatente eingenommen. Weiterhin bestand laut FSF die Möglichkeit rechtliche Schritte seitens Oracle im Vorfeld auszuschließen. Dazu hätte alternativ die unter GPL stehende Java Version IcedTea für die Entwicklung von Android Software verwendet werden sollen.

 

Das Unternehmen Oracle wird besonders hinsichtlich seines Meinungswechsel zum Thema Softwarepatente kritisiert. Noch im Jahr 1994 sei das Unternehmen gegen Softwarepatente gewesen. Mit der Patentklage gegen Google würde Oracle nun aggressiver ihrerseits gegen Patentverletzungen vorgehen. Dies widerspreche allerdings den ursprünglichen Standpunkt aus dem Jahre 1994.

 

Die FSF wirft Oracle vor Patente gezielt auszunutzen um freie Software anzugreifen. FSF hat sämtliche Informationen zu dieser Thematik auf dem „End Software Patents“-Wiki der Organisation zusammengestellt. Dies soll besonders anderen Unternehmen die Möglichkeit geben sich in solchen Fällen selbst zu helfen. Die FSF geht davon aus, dass wirklicher Schutz vor Patentklagen nur dann entstehen kann, wenn alle Unternehmen sich „entwaffnen“ und auf ihre Patente verzichten.

 

Weitere Informationen finden sich auf dem „End Software Patents“-Wiki und in dem Blog-Eintrag der FSF. Darüber hinaus stellt die FSF eine Mailingliste zum Thema Softwarepatente zur Verfügung. Dort werden alle relevanten News zu diesem Thema aufgegriffen.