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Adobe erstellt offene Flash Version für Geräte

Das Unternehmen Adobe hofft, dass seine Flash-Technologie auch auf mobilen Geräten so verbreitet sein wird wie auf üblichen Desktop Rechnern. Um diese Entwicklung voranzutreiben, möchte Adobe Format und Protokolle für Geräte öffnen. Dazu werden der Player und die für die Portierung benötigten APIs in einem eigenen Projekt mit dem Namen "Open Screen Project" veröffentlicht.

Bis jetzt waren nur Versionen des Flash Players für Desktop Systeme frei verfügbar. Hersteller für Geräte, wie zum Beispiel Handys, mussten Lizenzgebühren an Adobe zahlen. In Zukunft sind diese Lizenzgebühren hinfällig. Neben einem großen Marktanteil erhofft sich Adobe von dieser Maßnahme, dass die Einnahmen für Entwicklungs-Tools steigen.

Zu dem Open Screen-Projekt gehört einerseits der Wegfall der Lizenzgebühren für neue Flash Versionen, andererseits auch nicht restriktive Benutzungsrechte der SWF (Shockwave Flash) und FLV (Flash Video) Datei-Formate. Darüber hinaus sollen die APIs zu Geräteschnittstellen veröffentlicht werden, um Portierungen zu ermöglichen, sowie das Flash Cast Protocol und AMF (Action Message Format), um Informationen von entfernten Datenbanken zu beziehen.

Flash benutzt das binäre SWF-Format um Vektorgrafiken, Text, Video und Ton zu übermitteln, das FLV-Format eignet sich besonders für Videos und wird daher auch von vielen Video-Distributoren wie zum Beispiel YouTube verwendet. Seit 1998 sind die Spezifikationen beider Formate öffentlich, aber Lizenzbestimmungen haben seither verhindert , dass Unternehmen eigene Player erstellen konnten.

Flash wird damit allerdings kein richtiges Open Source-Projekt, da weiterhin lizenzierte Audio und Video-Codes verwendet werden. Eine echte Open Source-Implementation von Flash gibt es mit dem Projekt Gnash, welches im Moment noch als Beta verfügbar ist.

Auf der Projektseite (http://www.adobe.com/openscreenproject/) finden sich weiterführende Informationen für Entwickler und Hersteller.