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Ubuntu Distribution wird auf ARM portiert

Ein Projekt namens „Handheld Mojo“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Ubuntu auf die ARM-Architektur zu portieren. Sponsor des Projektes ist das Unternehmen Nokia. Das „Handheld Mojo“-Team hat bereits fertige ARM-Builds der Feisty Fawn und Gusty Gibbon-Version von Ubuntu erstellt. Hardy Heron soll dem vorhandenen Material jetzt folgen.

Der Port des Mojo-Teams kann unter anderem in QEMU getestet werden. QEMU ist eine Open Source-Software, welche unterschiedliche ARM-Architekturen simulieren kann. Des Weiteren läuft der Port auch in einer Chroot-Umgebung auf einer SD Flash-Karte in den auf Linux basierenden N8xx Internet-Tablets von Nokia. Die Ports sind für die ARM-Modelle ARMv5EL und ARM6EL-VFP designed und sollten aus diesem Grund auch auf vielen anderen Geräten mit ARM9- und ARM11-Kernen lauffähig sein.

Andrew Christian, der Projektverantwortliche bei Nokia gibt an, dass die meisten Ubuntu Softwarepakete leicht für ARM übersetzbar sind. Zu den wichtigen Außnahmen gehören allerdings Java, Mono, G77 (ein Fortran Compiler) und natürlich sämtliche Software, die auf diesen basiert. Gerade Java ist aber im Markt der mobilen Geräte ein wichtiges Softwarepaket, da viele Software für mobile Endgeräte auf Java aufsetzt.

Ein Problem beim Portieren der Software ist laut Christian, dass die meisten Debian- und daher auch Ubuntu-Pakete nicht für Cross-Compiling ausgelegt sind. Da das Cross-Compiling aber wesentlich schneller und effizienter ist, müssten viele Pakete für dieses Projekt angepasst werden.
Das Projekt hat sich trotzdem gegen die Geschwindigkeit und Effizienz des Übersetzungsvorgangs entschieden, da die Pakete nicht großartig verändert werden sollen. Die meisten Programme werden daher nativ übersetzt und die Eingriffe in Pakete damit auf ein Minimales beschränkt.

Auf der Embedded Linux-Konferenz in Mountain View hat Andrew Christian ein N800 Internet-Tablet mit einer laufenden Installation von GIMP vorgeführt. Auf den Nokia Internet-Tablets läuft ein Linux Kernel mit vollständiger X11 und GTK+ Unterstützung. Dazu hat Nokia das Webbrowser-Derivat von Firefox, „MicroB“ auf den neuen Geräten installiert.

Weitere Informationen inklusive Versionen von Ubuntu ARM-Portierung zum Download können auf der Mojo Webseite (http://mojo.handhelds.org/) bezogen werden.