Font Size

Cpanel

Informationen zum Linux Kernel Release 2.6.38

Nach diesmal nur 69 Tagen Entwicklungszeit ist im März 2011 das neue Linux Kernel Release 2.6.38 erschienen.
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die automatische Gruppierung von Prozessen, auch als „Autogroup scheduling feature“ bekannt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann hierbei insbesondere die Interaktivität von Desktop-Umgebungen und -Anwendungen erhöht werden.

 


Dies geschieht durch die automatische Gruppierung aller Prozesse einer Session zu einer sogenannten Control Group. Sind nun CPU-lastige Prozesse und die Desktop-Umgebung verschiedenen Gruppen zugeordnet, sorgt die automatische Gruppierung für eine optimierte Verteilung der Prozessorzeit bei Vollauslastung der CPU. Dies führt zu einer verkürzten Reaktionszeit des Desktops. Die größte Wirkung zeigt sich dabei in der Verwendung des Desktops und gleichzeitiger Ausführung einer CPU-lastigen Aufgabe im Terminal.

 

Neben dieser Neuerung ist durch weitreichende Optimierungen des Virtual File Systems (VFS) eine spürbare Beschleunigung von Verzeichnisoperationen möglich. Anhand eigener Tests spricht Linus Torvalds hierbei von einer Performance-Steigerung von 30 bis 50 Prozent.

 

Grundsätzlich bietet das neue Release aber auch wieder diverse Treiber-Aktualisierungen. So überzeugen vor allem neue und bessere Treiber für WLAN-Hardware von Atheros, Broadcom, Intel, Ralink oder Realtek und die Unterstützung für aktuelle Grafikchips von AMD und Nvidia.

 

Aufgrund der oben genannten Performance-Verbesserungen und der ausgebauten Hardwareunterstützung sind eingebettete Systeme auf Basis des neuen Linux-Kernels nun noch attraktiver.

 

Hält der Trend für immer kürzere Entwicklungszeiträume an, so ist Ende Mai oder Anfang Juni 2011 mit einem weiteren Linux Kernel Release zu rechnen. Neben den Release Notes von Linus Torvalds, bietet heise Open Source einen Ausblick für das Linux Kernel Release 2.6.39 und ausführlichere Angaben zur aktuellen Version 2.6.38.