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Firmware Test Suite für Linux vorgestellt

Der Entwickler Colin Ina King hat eine Firmware Test Suite für Linux vorgestellt. Das Programm kann die BIOS und ACPI-Tabellen eines PCs überprüfen und viele bekannte Probleme oder Unstimmigkeiten bei der Verwendung von Linux aufdecken. Die ursprüngliche Version dieser Test Suite stammt von Intel.

 

Im Jahr 2006 hat Intel ein Firmware Developer Kit vorgestellt, welches Inkompatibilitäten oder Fehler unter Linux untersuchen kann. Das Unternehmen hatte bereits im Jahr 2007, nach dem Erscheinen der Version 3 des Tools, die Entwicklung eingestellt. Colin Ina King, Kernel-Entwickler bei Ubuntu, hat diese Software nun aufgegriffen und weiterentwickelt.

 

Der Entwickler berichtet in seinem Blog, dass die ursprüngliche Software um einige Tests erweitert wurde. Insgesamt unterstützt das Programm 30 verschiedene Testverfahren. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Anwendung in einem interaktiven oder in einem automatischen Modus auszuführen. Eine wichtige Eigenschaft des Tools ist es, nicht nur Fehler zu finden, sondern auch Korrekturvorschläge zu machen. Dafür existiert neben umfangreichen Logfiles ebenfalls ein Bericht mit genaueren Angaben zu den gelaufenen Tests. Offiziell wird der Kernel 2.6.35 unterstützt, die Software sollte jedoch problemlos auch auf vorherigen Kernel Versionen lauffähig sein.

 

Besonders interessant ist diese Software für Entwickler, die das BIOS eines Zielsystems auf die Kompatibilität zu Linux hin testen wollen. So könnte eine spätere umfangreiche Fehlersuche im Vorhinein verhindert werden. Allerdings weißt Colin Ina King auch darauf hin, dass ein möglicher Fehler nicht unbedingt eine Inkompatibilität zu Linux bedeutet. Solch ein Umstand muss dann gesondert und genauer geprüft werden. Unter den 30 verschiedenen Tests sind beispielsweise Tests die die ACPI-Tabellen FADT (Fixed ACIP Description Table) und DSDT (Differentiated System Description Table) überprüfen.

 

Verfügbar ist die Firmware Test Suite als Quellcode oder LiveCD über das Blog des Entwicklers oder direkt über das GIT des Projektes.