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MeeGo in Version 1.0 veröffentlicht

Das von Intel und Nokia getriebene MeeGo Projekt hat Version 1.0 des Open Source-Betriebssystems für Intel Atom-basierte Netbooks veröffentlicht. Erste Reviews beschreiben das System als schnell und zuverlässig. Bereits in Kürze soll eine weitere Version für Handsets folgen.

 

Intel und Nokia haben die MeeGo Plattform bereits im Februar diesen Jahres angekündigt. Das Projekt ist eine Kombination aus zwei Open Source Linux-Projekten, Mobilin von Intel und Maemo von Nokia. Als Application Framework kommt Qt zum Einsatz, welches ebenfalls von Nokia in das Projekt eingebracht wird.

 

Erste Quellen wurden Anfang April veröffentlicht und Referenz-Architekturen festgelegt. Darunter finden sich Atom-basierte Netbooks, sowie ARM Cortex-A8 und Maemo-basierte Smartphones, wie zum Beispiel das N900 von Nokia.

 

Version 1.1 wurde ebenfalls bereits angekündigt und soll im Oktober veröffentlicht werden. Diese beinhaltet dann laut Plan Unterstützung für Touch-Geräte, Tablets und auch in-vehicle Infotainment Systeme. Ein großes Problem von Mobilin und damit auch von MeeGo ist die bisherige mangelnde Verfügbarkeit von Software für diese Plattform. Der Erfolg und Misserfolg eines solchen Betriebssystems ist aber auch stark von dem Software-Ökosystem, welches es umgibt, abhängig.

 

MeeGo konnte auf der Computex Konferenz in Taiwan neue Unterstützer präsentieren. So haben sowohl Novell als auch Linpus eine auf MeeGo-basierende Netbook Distribution angekündigt. Das Unternehmen Movial möchte MeeGo Services anbieten und auch Telefonica möchte Support für MeeGo bereitstellen. Bisher fehlt MeeGo allerdings noch die Unterstützung von Canonical (Ubuntu), welche von vielen Beobachtern des Projektes als sehr relevant angesehen wird. Weitere Unterstützer von MeeGo sind: Mandriva, TurboLinux, Xandros, DeviceVM, Miracle und viele andere.  Auch Fedora soll ebenfalls an einem MeeGo Support arbeiten. Das Projekt hat außerdem einen Prototypen eines Tablets auf Intel Atom Z6xx-Basis mit lauffähiger MeeGo Version auf der Konferenz vorgestellt.

 

Weitere Informationen rund um das MeeGo Projekt sind auf der Webseite des Projekts zu finden.