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Theora Codec für ARM optimiert

Google hat dem Video-Codec-Projekt Theora eine finanzielle Unterstützung zur Optimierung des Codecs auf ARM-Prozessoren angeboten. Damit reagiert Google auf das momentane Fehlen von Alternativen zu Flash oder, wie auf Mobilgeräten, das komplette Fehlen von akzeptablen Integrationsmöglichkeiten für Videoinhalte.

 

Mit der finanziellen Unterstützung des freien Theorarm Projektes möchte Google ein Format zur Verfügung stellen, welches offen und universell einsetzbar ist und über HTML5 Tags in Webseiten eingebaut werden kann. Damit reagiert Google auch auf den Umstand, dass Flash auf vielen mobilen Geräten, wie beispielsweise dem iPhone, nicht verfügbar ist. Andere Alternativen bringen stets verschiedene Unannehmlichkeiten mit sich. So gibt es oft Player die leistungsfähige Prozessoren benötigen oder es werden nur wenige Formate von ihnen unterstützt. Die Nachfrage nach solch einer Lösung steigt mit der raschen Verbreitung von mobilen internetfähigen Geräten.

 

Der HTML5-Standard wird schon seit einiger Zeit, auch von Google, als Lösung dieser Problematik eingesetzt. So wurde auch eine HTML5-basierte YouTube und Google Video-Version erstellt, welche ohne Flash auskommt. Weitere Schwierigkeiten ergeben sich bei der Einigung um einen brauchbaren und freien Video-Codec. Mit der Entscheidung für Ogg Theora ist nun durch Google ein Impuls gesetzt worden.

 

Sollte Theora auf ARM-Geräten in angemessener Performance laufen sind hiermit die meisten der gängigen Mobiltelefone und Smartphones abgedeckt. Dazu ist eine neue Bibliothek für das Dekodieren der Theora- und Vorbis-Dateien nötig. Es bleibt abzuwarten was Google mit dem Codec VP8 des erst kürzlich gekauften Unternehmens On2 vorhat. Diese Technologie könnte ebenfalls eine Alternative zu Flash und zu Theora bieten. Bezüglich dieser Thematik sind unlängst Gerüchte im Web aufgetaucht, dass Google auch diesen Codec freigeben könnte.

 

Weitere Informationen:

http://www.theora.org/

http://www.on2.com/