Font Size

Cpanel

Neues System-On-Module für hochperformante industrielle Anwendungen

Phytec kündigt für dieses 1. Quartal 2011 ein sogenanntes System-On-Module (SOM) für hochperformante industrielle Anwendungen an, die insbesondere auf die Bild- und Videoverarbeitung ausgelegt sind. Solche Systeme sind zum Beispiel in der Medizintechnik sehr gefragt. Ein System-On-Module, oft auch Computer-On-Module (COM) genannt, wird dabei als eine Untergruppe eines eingebetteten Systems verstanden.

Das von Phytec angekündigte Modul namens phyCORE-AM3517 basiert auf dem Sitara AM3517 Prozessor von Texas Instruments, welcher über eine Cortex-A8 Architektur verfügt, mit 600 MHz getaktet ist, und weiterhin mit einer Floationg Point Unit und einer Memory Management Unit ausgestattet ist.

Anstatt des AM3517 kann alternativ der AM3505 verwendet werden. Im Gegensatz zum AM3505 bietet der AM3517 allerdings einen Power SGX 3D Grafikbeschleuniger, der OpenGL 1.1/2.0 und OpenVG 1.0 unterstützt. Zusätzlich verfügen beide Prozessoren über ein Display-Subsystem, das gleichzeitig mehrfache Bildmanipulationen vornehmen kann und ein programmierbares Interface bietet, das eine große Anzahl an Displays unterstützt. Somit können außer klassischen LVDS- und TTL-LCDs zum Beispiel auch Touchscreens angesteuert werden.

Der phyCORE-AM3517 ist mit 256 MB oder 512 MB DDR2 RAM Arbeitsspeicher sowie einem 128 MB, 256 MB oder 512 MB großen Flash-Speicher ausgestattet. Der Speicher kann aber über eine SDIO/SD/MMC-Schnittstelle problemlos erweitert werden. Weitere Schnittstellen sind vier UART, zwei RS-232, vier I²C, vier SPI/SSP, ein CAN, ein USB 2.0 Host und ein USB 2.0 on-the-go (OTG), sowie ein 10/100 Ethernet-Controller. Außerdem verfügt das Modul über DVI, TV Out, JTAG, GPIO und GPMC.

Laut Spezifikation muss das Modul mit einer Spannung von 3.3 V – 5 V betrieben werden und hält Temperaturen in einem Bereich von -40 °C bis 85 °C stand. Die Abmessungen des Moduls belaufen sich auf 58x72 mm.

Als Betriebssystem wird neben Windows Embedded auch Android und Linux unterstützt. So existiert schon für die Linux-Variante ein Board Support Package (BSP), das unter anderem alle wichtigen Treiber enthält. Nebenbei ist der Quelltext des Board Support Package sogar frei zugänglich. All dies soll dem Kunden unnötige Entwicklungskosten ersparen und die Zeit, um sein Produkt auf den Markt zu bringen (time-to-market), reduzieren.

Der phyCORE-AM3517 ist auch als Rapid Development Kit (RDK) verfügbar, welches unter anderem noch ein Carrier-Board und ein LCD beinhaltet. Phytec bietet zusätzlich OEM Services an, also Unterstützung für beispielsweise Embedded Hardware Design und Linux/Windows Embedded Design.

Laut Herstellerangaben wird der phyCORE-AM3517 noch ab dem 1. Quartal 2011 verfügbar sein. Ab einer Stückzahl von 1000 kostet das Modul dann 179$ pro Stück.

 

Weitere Informationen zum phyCORE-AM3517 finden Sie hier.