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Standalone-Prozessoren im Handset-Markt bald Vergangenheit?

ABI Research geht davon aus, dass Standalone-Prozessoren im Bereich der mobilen Geräte bald der Vergangenheit angehören. Sie werden von SoC (System on Chip)-Prozessoren abgelöst, die einen Standalone-Prozessor mit anderen Prozessoren, wie zum Beispiel Digitale Signal Prozessoren (DSPs), kombinieren.

Doug McEuen, Senior Analyst bei ABI Research begründet dies damit, dass die meisten Hersteller moderne Halbleiterfertigungstechnologien im 65nm und 45nm Bereich einsetzten. Somit ist es möglich, mehrere Prozessorkerne in einer Schaltung zu vereinen. Das spart Strom, verringert den Platzbedarf und senkt die Kosten.

Zu diesem Thema hat ABI Research nun einen 29seitigen Report mit dem Namen "Application Processors in Mobile Devices" veröffentlicht. Dieser enthält eine Untersuchung der Anwendungsprozessortechnologie und bekräftigt die Notwendigkeit einer alternativen Technologie in diesem Bereich. Unter anderem werden Texas Instruments, Freescale Semiconductor und Qualcomm als Beispiele hervorgehoben.

Texas Instruments verkauft das System OMAPV1030, ein SoC mit integriertem ARM926TEJ Kern und einem DSP von Texas Instruments. Dieses System unterstützt die Mobilfunknetze GSM, GPRS und EDGE.

Qualcomms "Mobile Station Modem" MSM7200 ist ein integrierter Prozessor mit ARM9- und ARM11-Kernen. Dazu befinden sich noch einige DSPs auf dem SoC. Unterstützt werden die Netze WCDMA (UMTS)/HSDPA/HSUPA, außerdem GSM/GPRS/EDGE, 3D-Grafik und beschleunigte Videofähigkeiten.

Broadcoms SoC BCM21551 ist ein auf 65nm Technologie basierendes System, welches zwei ARM11 Kerne mit einem HSPA (high-speed packet acess) Modem kombiniert. Außerdem befinden sich auf dem Chip eine USB-Schnittstelle (480Mbp) und ein Audio/Video System.

Der Report ist bei ABI Research erhältlich, eine Preisangabe gibt es allerdings nur auf Anfrage.

weitere Informationen:
- http://www.abiresearch.com/products/market_research/Application_Processors_in_Mobile_Devices