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CIP-Projekt arbeitet an Super Long Term Supported Kernel

Im April 2016 hatte die Linux Foundation ein Projekt für zivile Infrastruktur  (CIP: Civil Infrastructure Project) angekündigt. Nun hat das Projekt einen Super Long Term Supported Kernel angekündigt. 

Mit dem Projekt soll ein entsprechendes Software-Framework bereitgestellt werden, das auf einer Basisebene mit Industrie-geeigneter Software basiert, auf der Software-Bausteine zur Infrastrukturverwaltung von Linux-Systemen aufsetzen. Dies ist beispielsweise für Bereiche wie Energieerzeugung und –verteilung, Wasser, Öl und Gas sowie im Transportwesen und bei der Gebäudeautomation interessant. Dort sollen Systeme unter anderem zwischen 10 und 60 Jahren betrieben werden können, was besondere Herausforderungen an die Software stellt.

Über die Projektgründung hatte embedded-linux.de bereits im April 2016 berichtet, nachdem Yoshitake Kobayashi und Urs Gleim das Vorhaben auf der Embedded Linux Conference vorgestellt hatten. Inzwischen konnte Ben Hutchings, Mitarbeiter von Codethink Ltd. mit langjähriger Erfahrung in der Langzeitunterstützung des Linux-Kernels und anderer Open Source Software für das Projekt gewonnen werden. In diesem Zuge wurde bekannt gegeben, dass ein Linux-Kernel mit besonders langer Unterstützung eingeführt werden soll. Dieser so genannte Super Long Term Supported (SLTS) Kernel soll mehr als 10 Jahre mit Sicherheits- und Bugfixes betreut werden. Der erste SLTS-Kernel soll in Kürze auf Basis des Linux-Kernels 4.4 bereitgestellt werden, bis in etwa zwei bis drei Jahren der nächste SLTS-Kernel angekündigt werden soll. Währenddessen könnten neuere Features über Backports für den SLTS-Kernel eingepflegt werden. Um die erweiterte Langzeitunterstützung der Basisebene soll sich Hutchings kümmern. Insbesondere betrifft dies die Entwicklung des SLTS-Kernels sowie dessen Pflege durch Bugfixes, Sicherheitspatches und Backports von Upstream-Projekten. Er kann auch Entwicklern beratend zur Seite stehen, die zur Entwicklung der CIP-Basisebene beitragen möchten.

Weitere Informationen können in der News-Rubrik auf der CIP-Webseite gefunden werden. Interessierte können sich auch in die CIP-Mailingliste eintragen, das CIP-Wiki der Linux Foundation durchstöbern oder sich im GitHub-Repository umsehen.