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Linux Foundation kündigt Linux-basiertes Projekt für zivile Infrastruktur an

Am 4. April 2016 hat die Linux Foundation ein Projekt für zivile Infrastruktur auf Basis von Linux angekündigt. Die dabei gemeinschaftlich zu entwickelnde „Civil Infrastructure Platform“ (CIP) soll ein Software-Framework zur globalen Bereitstellung ziviler Infrastruktur bilden.

Solche Infrastrukturen umfassen beispielsweise die Strom-, Öl-, Gas- und Wasserversorgung sowie das Gesundheits-, Kommunikations- und Transportwesen. Eine quelloffene Plattform, die multinational eingesetzt werden kann, soll hierbei helfen unnötigen Mehraufwand, Entwicklungszeiten und Interoperabilitätsprobleme zu verringern. Dass dies von Nutzen wäre, soll eine Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) aus dem Jahr 2014 belegen, demnach die jährliche globale Infrastrukturnachfrage von 4 Billionen US-Dollar auf bis zu 9 Billionen US-Dollar im Jahr 2025 steigen soll. Den Schätzungen zufolge soll das rapide Wachstum aufstrebender Märkte in Ländern wie Brasilien, China und Japan ursächlich dafür sein.

Für die zu entwickelnde CIP soll mithilfe des Linux-Kernel und anderer quelloffener Projekte eine Basisebene geschaffen werden, die Industrie-geeignete Software enthält. Auf diese Basisebene sollen dann Software-Bausteine zur Infrastrukturverwaltung aufsetzen. Bei der Entwicklung der Bausteine sollen insbesondere wichtige Herausforderungen für zivile Infrastrukturprojekte berücksichtigt werden: Geschwindigkeit, Kosten, Interoperabilität, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Schutz sowie Nachhaltigkeit. Zu den ersten Unterstützern des Projekts gehören Codethink, Hitachi, Plat'Home, Siemens und Toshiba.

Bei der Embedded Linux Conference haben Yoshitake Kobayashi und Urs Gleim am 5. April 2016 die CIP in einem Vortrag vorgestellt. Die Folien dazu hat die Linux Foundation kostenlos zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen können in der Ankündigung der Linux Foundation und auf der Webseite des CIP-Projekts gefunden werden.