Font Size

Cpanel

Linux Foundation gründet FD.io-Projekt für Fast Data

Am 11. Februar 2016 hat die Linux Foundation die Gründung des FD-io-Projekts bekannt gegeben. Dieses zielt auf die Bereitstellung eines quelloffenen Frameworks für schnelle I/O-Dienste (Fast Data) bei Netzwerk- und Speichersystemen ab.

FD.io ist als Sammlung mehrerer Teilprojekte konzipiert, die zusammen ein modulares und erweiterbares Framework bereitstellen, das die schnelle Entwicklung von ressourcenschonenden I/O-Diensten mit hohem Durchsatz und geringer Latenz ermöglichen soll. Das Framework soll dabei unabhängig von der Hardware, vom Kernel und von der physischen, virtuellen oder container-basierten Systemumgebung sein.

Ein erstes Release von FD.io ist bereits voll funktionsfähig und steht zum Download bereit. Es soll direkt als virtueller Switch oder Router unter Nutzung des Data Plane Development Kits (DPDK) für die schnelle und Hardware-unabhängige Ein- und Ausgabe verwendet werden können. Darüber hinaus soll das erste Release auch eine vollständige Build-, Tooling-, Debug- und Entwicklungsumgebung sowie einen OpenDaylight- und Honeycomb-Agent bereitstellen. Erste Codebeiträge umfassen zudem das Vector Packet Processing (VPP) von Cisco, das bereits in marktreifen Produkten eingesetzt wird und das um zwei Größenordnungen schneller sein soll als andere frei verfügbare Technologien.

Für zukünftige Versionen soll das FD.io-Framework auch mit Firewalls, Lastverteilung, LISP, Host-Stacks, Intrusion Detection Systemen, Integration von Hardware-Beschleunigern, zusätzlichen SDN-Protokollen und anderen wichtigen I/O-Diensten für Netzwerk- und Speichersysteme umgehen können.

Zu FD.io gehört zudem ein so genanntes Continuous Performance Lab (CPL), das ein freies und vollständig automatisiertes Test-Framework zur kontinuierlichen Verifikation von Code-Funktionalität und -Effizienz bereitstellt.

Gegründet wurde das Projekt von 6WIND, Brocade, Cavium, Cisco, Comcast, Ericsson, Huawei, Inocybe Technologies, Intel Corporation, Mesosphere, Metaswitch Networks (Project Calicao), PLUMgrid und Red Hat.

Weitere Informationen sind auf der Projekt-Webseite sowie in der Ankündigung der Linux Foundation zu finden.