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Dronecode-Projekt gründet technische Arbeitsgruppen

Das Dronecode-Projekt hat am 12. Januar 2016 die Aufnahme von 27 neuen Mitgliedern und die Gründung technischer Arbeitsgruppen bekannt gegeben, um die Entwicklung der quelloffenen Plattform für unbemannte Luftfahrzeuge (Unmanned Aerial Vehicles, UAVs) voranzutreiben.

Seit der Bekanntgabe des Droncode-Projekts am 13. Oktober 2014 durch die Linux Foundation, hat sich die Mitgliederzahl inzwischen fast verdreifacht. So zählt das Projekt momentan mehr als 50 Organisationen als Mitglieder. Zu den neuesten Silber-Mitgliedern zählen Aerotenna LLC, AirMap, Airphrame, Altitude Angel, AutoModality, BirdsEyeView Aerobotics, CUAV, Droidika, Dig.y.Sol, DroneDeploy, DroneWorks Inc., Emlid, EnRoute, Falcon Unmanned, Hex Technologies Limited, Incite Focus, Inspectools, Matternet, ProfiCNC, Sentera, Skedans, Yin Yan Tech US Inc. und Zubax. Neue Sponsoren-Mitglieder sind Humanitarian UAV network, OpenTX Project, Stanford University Aerospace Design Lab und UAVCAN. Das Gründungsmitglied Qualcomm Technologies beteiligt sich inzwischen als Platin-Mitglied und führt neue Produkte für UAV-Systeme ein. So hat das Qualcomm-Tochterunternehmen kürzlich den Qualcomm Snapdragon Flight freigegeben, bei dem es sich um ein hoch integriertes 58x40 mm Board handelt. Laut einer Marktprognose von BI Intelligence sind im Drohnen- und UAV-Sektor hohe Wachstumsraten insbesondere für die Bereiche Landwirtschaft, Energie, Versorgung sowie Berg- und Gebäudebau zu erwarten. Die quelloffene Plattform des Dronecode-Projekts sieht sich hierbei als eine Hilfe für die Industrie, um Drohnen für kritische Applikationen effizient auszulegen.

Darüber hinaus sollen drei technische Arbeitsgruppen gegründet werden, um die Standardisierung und Kompatibilität in den Bereichen Kamera- und Gimbalsteuerung, Luftraumverwaltung und Hardware/Software-Schnittstellen zu verbessern:

  • Die so genannte MAVlink Camera Working Group soll Kamerahersteller bei der Implementierung der MAVlink-Protokolle unterstützen. Zudem soll dies die Unterstützung weiterer Kameras und Funktionen in der Dronecode-Plattform sicherstellen.
  • Die Airspace Working Group soll an der Standardisierung von Datentypen, -einheiten und -formaten arbeiten. Dabei soll auch grundlegendes Kommunikationsverhalten zwischen Drohnen und Flugzeugen erörtert werden.
  • Die Hardware Working Group soll mechanische und elektrische Schnittstellen für den Autopiloten und die Peripherie entwickeln. So soll ein Hardware/Software-Codesign eingesetzt werden, um die Drohnenentwicklung im Allgemeinen voranzutreiben.

Weitere Informationen können der offiziellen Ankündigung des Dronecode-Projekts entnommen werden.