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QEMU 2.5.0 freigegeben

Michael Roth hat am 17. Dezember 2015 die Version 2.5.0 der quelloffenen Virtualisierungs-Software QEMU freigegeben. Das neue Release enthält mehr als 2000 Beiträge von 185 Mitwirkenden.

Mit QEMU können auf einem Hostsystem diverse Gastsysteme emuliert werden. QEMU steht unter der GPL2 zur Verfügung. Die Verwendung des KVM-Kernelmoduls unter Linux erlaubt beispielsweise die Virtualisierung von x86-, Server und Embedded PowerPC- sowie S390-Architekturen.

Die folgenden Neuerungen werden in der Ankündigung für QEMU 2.5.0 hervorgehoben:

  • Unterstützung für „Post-copy live migration“, bei der eine laufende virtuelle Maschine (VM) mit minimaler Auszeit auf ein anderes Wirtsystem übertragen werden kann
  • VM-Introspektion für das QEMU Management Protokoll
  • Hotplug-Unterstützung für PCIe mit mehreren virtuellen Funktionen
  • Verbesserte Performance für virtio-pci im virtio-1 Modus
  • 3D-Unterstützung für virtio-gpu (beispielsweise mit Mesa 11.1.0)
  • Multi-Queue-Unterstützung für vhost-user
  • ARM:
    • Unterstützung für das i.MX31 SoC
    • SMBIOS-Unterstützung
    • Semihosting-Unterstützung auf AArch64
  • PowerPC:
    • MacOS 9 wird besser gebootet
    • pSeries: Unterstützung für Memory-Hotplug, virtio-vga und paravirt RNG
  • S390: Unterstützung für virtio-1 in virtio-ccw Geräten
  • Tile-Gx: Erstunterstützung für die Tile-Gx ISA
  • x86:
    • Emuliertes IOMMU/VT-d unterstützt Geräte hinter einer Bridge-Architektur
    • Xen-Unterstützung für integrierten Intel GPU Passthrough
    • Unterstützung für neue clflushopt/clwb/pcommit Speicherinstruktionen

QEMU 2.3.5 steht ab sofort zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen können der Ankündigung von Michael Roth entnommen werden. Details sind im Changelog zu finden. Zudem hat das QEMU-Team ein Video online gestellt, das mithilfe von Interviews einige der Neuerungen erklärt.