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OpenSWR soll in Mesa3D integriert werden

Intel möchte seinen High-Performance Software-Rasterizer OpenSWR laut einer Ankündigung vom 20. Oktober 2015 in Mesa3D integrieren. Öffentliche Ansprechpartner für das Projekt sind Timothy O Rowley und Bruce Cherniak von Intel.

OpenSWR entstammt einer kleinen Intel-Arbeitsgruppe, die sich mit Software Defined Visualization beschäftigt. Typischerweise betreut Intel dabei Kunden, die große Rechencluster ohne GPUs betreiben und dennoch mit sehr großen Modellen arbeiten. Mit einem Software-Rasterizer können auf solchen Systemen trotzdem Grafiken gerendert werden. OpenSWR fungiert dabei wie eine Software-GPU, die der Rechenanwendung das Verhalten einer physischen Grafikeinheit vortäuscht. Intel's Kunden bevorzugen hierbei quelloffene Lösungen, weshalb der Quelltext nun unter der in Mesa genutzten MIT-Lizenz auf GitHub zur Verfügung gestellt wurde. Neben OpenSWR arbeitet das Team auch an quelloffenen Projekten zum Raytracing wie Embree und OSPRay.

Eine Integration in die Grafikbibliothek Mesa3D sehen die Entwickler als eine gute Ergänzung. Doch mit swrast, softpipe und llvmpipe existieren bereits drei Software-Rasterizer in Mesa3D. Allerdings zielt OpenSWR voranging auf die Visualisierung wissenschaftlicher Daten in Clustern mit vielen Rechenkernen ab, die häufig eine untypische Auslastung verursachen. Bei solchen Aufgaben sei OpenSWR um das 29- bis 51-fache schneller als llvmpipe, wie ein Benchmark der Gruppe zeigt. Angeblich laufe OpenSWR neben Intel-Hardware auch auf AMD-Chips mit den Befehlssatzerweiterungen AVX oder AVX2. Hierfür wurden aber noch keine Tests durchgeführt. Architekturen, die nicht auf x86 basieren, könnten ohne sehr großen Aufwand allerdings nicht unterstützt werden.

Weitere Informationen können der Ankündigung Rowley entnommen werden.