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Linux Foundation gründet Performance -Arbeitsgruppe

 

Am 19. August 2015 hat die Linux Foundation die Gründung einer Performance-Arbeitsgruppe bekannt gegeben. Die so genannte DiaMon-Arbeitsgruppe (DiaMon: „Diagnostic and Monitoring“) soll einen de-facto Standard zum Tracing und Monitoring entwickeln, um die Fehlerdiagnose bei Linux Userspace-Programmen zu verbessern.

Zu den Gründungsmitgliedern der Arbeitsgruppe gehören EfficiOS, Freescale, Google, Harman, Hitachi, Huawei, IBM, Intel, Netflix, Qualcomm, Red Hat, SUSE, und Wind River. Durch das Hosting bei der Linux Foundation sollen Entwickler gemeinsam mit Benutzern an der Standardisierung von Schnittstellen und Exchange-Formaten arbeiten, um die Effektivität von Linux-Werkzeugen zur Performance-Analyse zu verbessern. Solch ein Standard ist nach Ansicht vieler Entwickler notwendig, da Software- und Hardware-Umgebungen immer komplexer werden, sodass Leistungsprobleme nicht mehr einfach nachvollzogen werden können. Zudem nehmen auch die Ansprüche von professionellen Linux-Nutzern immer weiter zu. Eine beispielhafte Anwendung, die hohen Durchsatz bei gleichzeitig geringer Latenz erfordert, ist beispielsweise Video-Streaming. Anstatt eine Anwendung isoliert zu untersuchen, ist es außerdem häufig notwendig das Zusammenspiel mehrerer Anwendungen zu betrachten. Insbesondere für ein wettbewerbsfähiges Preis-Leistungsverhältnis von Anwendungen im Bereich des Internets der Dinge kann dies von Bedeutung sein.

Die geplanten Projekte der DiaMon-Arbeitsgruppe sollen deshalb Werkzeuge zum Tracing, Profiling, Logging und Monitoring hervorbringen. Dazu gehört insbesondere Software zur Verbesserung der Interoperabilität sowie zum Erzeugen, Aktivieren, Sammeln, Speichern, Analysieren, Visualisieren, Beobachten, Skripten, Konvertieren und Korrelieren diverser Quellen von Trace-Daten.

Weitere Informationen können der Ankündigung der Linux Foundation sowie der Webseite der Arbeitsgruppe entnommen werden.