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C.H.I.P.-Minicomputer als Open Hardware verfügbar, aber teurer

Der für 9 US-Dollar beworbene Mini-Computer C.H.I.P. soll nun doch teurer werden. Dafür steht C.H.I.P. aber als Open Hardware unter der Creative Commons Attribution Share-Alike Lizenz zur Verfügung.

Der Hersteller Next Thing Co hatte bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter während des Finanzierungszeitraums vom 7. Mai 2015 bis 6. Juni 2015 mehr als 2 Millionen US-Dollar eingeworben, obwohl das Finanzierungsziel nur bei 50.000 US-Dollar lag. Next Thing Co möchte nun außerdem der Linux Foundation beitreten.

C.H.I.P. basiert auf einem 1 GHz R8 ARM-Prozessor mit 512 MB RAM, 4 GB Flashspeicher, WiFi, Bluetooth und weiterer Peripherie. Damit dürfte C.H.I.P. nicht ganz so leistungsfähig sein wie das Raspberry Pi 2. Auf dem Mini-Computer läuft aber bereits der Linux-Kernel 4.2, sodass Entwickler die neuesten Funktionen des Kernels nutzen können.

Zudem habe nun eine Anfrage von Olimex Ltd an Prozessorhersteller Allwinner ergeben, dass der Verkaufspreis von 9 US-Dollar nur eine Werbeaktion für die Kickstarter-Kampagne sei. Später solle der Verkaufspreis etwa 39 US-Dollar betragen. Ein Preisvorteil gegenüber des leistungsstärkeren Raspberry Pi wäre damit nicht mehr vorhanden.

Erste C.H.I.P.-Exemplare sollen bereits im Dezember 2015 verschickt werden. PocketC.H.I.P., das den Mini-Computer um eine Knopftastatur, ein Display und einen Akku erweitert, soll schließlich im Mai 2016 verfügbar sein. Auch dieser soll als Open Hardware zugänglich sein. Allerdings geriet das Start-Up schon bei seiner vorhergehenden Kickstarter-Kampagne mit der Otto-Kamera um etwa sechs Monate in Verzug. Somit bleibt abzuwarten, ob die Liefertermine eingehalten werden können.

Weitere Informationen zu C.H.I.P. und PocketC.H.I.P. sind auf nextthing.co erhältlich. Quelloffene Unterlagen sind unter docs.nextthing.co zu finden.