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OSADL gibt Bereitschaftserklärung zum SIL2LinuxMP-Projekt frei

 Wie Carsten Emde vom Open Source Automation Development Lab (OSADL) am 8. April 2013 bekannt gegeben hat, steht ab sofort die Bereitschaftserklärung zum SIL2LinuxMP-Projekt zur Verfügung. Durch das Projekt soll der Prozess der „IEC Safety Integrity Level 2“-Zertifizierung für Linuxgeräte vereinfacht werden.

 

Nach Angaben von Carsten Emde sei SIL2LinuxMP das erste Community-basierte Linux-Zertifizierungsprojekt seiner Art. Das OSADL organisiert das Projekt gemeinsam mit dem TÜV Rheinland in Köln. Geführt wird es vom OSADL-Sicherheitskoordiantor Nicholas Mc Guire. Ursprünglich wurde es bereits am 30. Juli 2012 ins Leben gerufen.

 

Das OSADL beabsichtigt mit dem SIL2LinuxMP-Projekt bestimmte Basiskomponenten eines Linux-Echtzeitsystems auf Einzel- oder Mehrkern-Computerboards schon vorab zu zertifizieren, da diese Systeme bisher in einem aufwändigen Verfahren einzeln zertifiziert werden müssen. Zu den vorab zertifizierten Basiskomponenten sollen beispielsweise der Kernel, der Bootloader und auch das Root-Dateisystem zählen. Die Benutzerumgebung wird von dem Projekt nicht abgedeckt. Die Komponenten sollen dabei durch das TÜV Rheinland auf einer kosten-geteilten Basis zertifiziert werden, sodass anschließend eine Menge vor-zertifizierter Basiskomponenten zur Verfügung stehen, aus denen Systeme gebaut werden können. Um dies zu erreichen, ruft das OSADL dazu auf eine Bereitschaftserklärung zu unterzeichnen, in der sich die Teilnehmer verpflichten einen Teil der zu deckenden Kosten zu übernehmen.

 

Die Bereitschaftserklärung steht ab sofort in seiner finalen Version als Download bereit. Weitere Informationen sind der ersten Projektankündigung und der jetzigen Mitteilung des OSADL zu entnehmen.