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Kernel-Crash durch fehlerhafte Dateisysteme in Linux

Golem berichtet, dass unter den Kernel-Entwicklern eine Diskussion über die Robustheit von Dateisystemtreibern ausgebrochen ist. Viele dieser Treiber können nicht mit fehlerhaften Daten umgehen. Defekte Daten können sogar zu Kernel-Abstürzen führen. Auslöser der Diskussion war die Bitte um die Aufnahme des von Huawei entwickelten Dateisystems EROFS (Extendable Read-Only File System) in den Linux-Kernel.

Seit Version 4.19 befindet sich EROFS im experimentellen Staging-Bereich des Linux-Kernels. Kernel-Entwickler Richard Weinberger hat festgestellt, dass der Code nicht mit Fehlern in den eingelesenen Daten eines Datenträgers rechnet. Dadurch konnte der Entwickler ein fehlerhaftes Dateisystem-Image erstellen. Das hat den Kernel in eine Endlosschleife versetzt.

Das oben genannte Problem hat zu der Frage geführt, ob die Robustheit hinsichtlich fehlerhafter Dateisystem-Images eine Voraussetzung für die Aufnahme neuer Dateisysteme in den Linux-Kernel sein sollte. Bereits aufgenommene Dateisysteme, wie beispielsweise Ext4 und XFS, erfüllen nämlich die Voraussetzung auch noch nicht.