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Regeln zur Verwendung von Open Source Lizenzen für Startups

Am 28. September 2017 hat Heather Meeker, eine international anerkannte Open Source Lizenzierungsspezialistin, einen Artikel zur Verwendung von Open Source Lizenzen veröffentlicht. Darin beschreibt sie neun Regeln, die insbesondere von Startups befolgt werden sollten, um nicht aufgrund von Lizenzverletzungen zu scheitern.

So beschreibt Heather Meeker zunächst, dass Open Source zwar der Innovationstreiber in Startups sein kann. Langfristig sei dies jedoch nur dann möglich, wenn man dabei die Lizenzbestimmungen der eingesetzten Open Source Software einhält und weitere Regeln beachtet. Dies könne beispielsweise dann kritisch werden, wenn Drittanbieter an dem Startup interessiert sind und wissen möchten, wie der Einsatz von Open Source Software gehandhabt wird. Mögliche Probleme ließen sich aber durch das Einhalten von neun Regeln vermeiden:

  1. Verwenden Sie keine Software ohne Lizenzbestimmungen. Diese könne selbst Lizenzverletzungen enthalten oder der Softwareentwickler beabsichtige möglicherweise noch die Zuweisung einer Lizenz.
  2. Verletzen Sie keine Open Source Lizenzen. Das könne zu rechtlichen Konsequenzen führen, die beispielsweise auch potenzielle Kunden aufgrund des Rechtsrisikos abschrecken könnten.
  3. Behalten Sie die Übersicht über die eingesetzte Software. Potenzielle Investoren würden beispielsweise häufig eine solche Liste anfordern.
  4. Verstehen Sie den Unterschied zwischen freizügigen und Copyleft-Lizenzen. Der Aufwand zur Einhaltung von Copyleft-Lizenzen sei oft höher.
  5. Halten Sie sich an die Bestimmungen zur Kenntlichmachung der Lizenzen. Typischerweise sei beim Verteilen der Software eine Kopie der eingesetzten Lizenzen beizufügen.
  6. Verstehen Sie, welche Open Source Lizenzen für verteilte Software geeignet sind. Je nach Lizenz könne es hierbei zu sehr spezifischen Szenarien kommen, die höchste Vorsicht bezüglich der Lizenzkonformität erfordern würden.
  7. Veröffentlichen Sie keine quelloffenen Softwarebestandteile ohne juristischen Rat. Durch die Abgabe des geistigen Eigentums gehe häufig auch der wertbringende Charakter dieses Eigentums verloren.
  8. Stellen Sie sicher, dass Ihre Angestellten und externen Entwickler diese Regeln befolgen. Dies könne beispielsweise durch geeignete Schulungen erfolgen.
  9. Planen Sie für die Zukunft. Da sich die Geschäftsmodelle von Startups schnell ändern könnten, sei es ratsam, die Regeln für verteilte Software unabhängig des angedachten Modells zu befolgen.

Weitere Informationen können dem Artikel von Heather Meeker entnommen werden.