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FD.io verdoppelt Paket-Durchsatz auf etwa 1 Terabit pro Sekunde

Am 11. Juli 2017 hat die Linux Foundation bekannt gegeben, dass das FD.io-Projekt (ausgesprochen „Fido“) den Paket-Durchsatz auf einem neuen Intel-Prozessor der Xeon Scalable Familie auf fast 1 Terabit pro Sekunde erhöhen konnte.

Das Projekt wurde ursprünglich im Februar 2016 zur Bereitstellung eines quelloffenen Frameworks für schnellen Datentransfer (Fast Data) bei Netzwerk- und Speichersystemen gegründet. Diese können auch virtualisiert sein. Um dies zu erreichen wird der Kernel durch ein Programm mit exklusiven Hardware-Zugriffsrechten zur Vermeidung von Overhead umgangen.

Inzwischen verzeichnet das Projekt über 173 Beitragende aus 45 verschiedenen Organisationen. Bereits Anfang Juni 2017 wurde das vierte Release (17.04) freigegeben, das unter anderem erstmals mit einem User Space Stack, Segment Routing, Service Function Chaining (SFC) und IPsec-Beschleunigung kommt. Damit sind nun die Bereitstellung virtueller Netzwerkfunktionen in Container-Umgebungen sowie hoch-skalierbare IPsec-Auslastungen möglich. Mit einer verbesserten Vector Packet Processing (VPP) Technologie konnte außerdem auf Intel‘s neuem Xeon Scalable Prozessor mittels des Data Plane Development Kit (DPDK) Plugins demonstriert werden, dass durch die erhöhte PCIe-Bandbreite der Prozessoren die Routing-Leistung in etwa verdoppelt werden kann. So wurden bei einem Test mit dem Intel Xeon E7-8890v3 der Vorgängergeneration auf einem System mit vier Prozessoren mit je 18 Kernen 200 Mpps bzw. 480 Gbps auf den Netzwerkebenen 2 und 3 geroutet, während bei einem gleichen Test mit gleichem Leistungshaushalt auf einem System mit vier Intel Xeon Platinum 8168 Prozessoren mit je 24 Kernen der doppelte Durchsatz, 400 Mpps bzw. 948 Gbps, geroutet wurden. Dies entspricht fast einem Terabit pro Sekunde. Diese Steigerung des Durchsatzes kann ohne weitere Softwareentwicklung allein durch Verwendung der neuen Prozessoren erreicht werden, da die Software automatisch Nutzen aus der höheren PCIe-Bandbreite der Prozessoren zieht.

Weitere Informationen können der Ankündigung der Linux Foundation sowie der Release-Meldung des FD.io-Projekts entnommen werden.