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Automotive Grade Linux bald in Toyota-Fahrzeugen

Am 30. Mai 2017 hat das von der Linux Foundation gehostete Projekt Automotive Grade Linux (AGL) angekündigt, dass Toyota in den nächsten Fahrzeuggenerationen auf die offene AGL-Plattform für In-Vehicle-Infotainment (IVI) setzen wird.

An dem Projekt arbeiten inzwischen mehr als 100 Mitglieder, um einen Industriestandard für IVI-Systeme bereitzustellen. Durch die offene Plattform sollen der Code einfacher wiederverwendbar und Entwicklungsprozesse effizienter sein. Zu den Zielen zählen nicht nur geringere Entwicklungskosten und schnellere Marktreife bei neuen Produkten, sondern auch eine kleinere Fragmentierung von Eigenentwicklungen innerhalb der Industrie. Ein besonderer Vorteil der Plattform ist, dass sie eine Codebasis bereitstellt, auf der Fahrzeughersteller und Zulieferer mit wenig Aufwand eigene Features (z.B. Dashboard, Klimaanlagensteuerung oder Medienwiedergabe), Dienste und Brandings erstellen können.

Toyota beteiligt sich dabei aktiv mit Codebeiträgen zur Entwicklung der AGL-Plattform. Nach Aussage von Dan Cauchy, AGL-Vorstandsmitglied, ist Toyota sogar eine treibende Kraft bei der Entwicklung der AGL-Plattform.

Zunächst soll die AGL-Plattform im 2018er Toyota Camry eingesetzt werden, der in den USA bereits ab Spätsommer 2017 ausgeliefert werden soll. Anschließend sollen die meisten Toyota- und Lexus-Modelle in Nordamerika mit dem System ausgestattet werden. Über weitere Regionen ist bislang noch nichts bekannt. Insbesondere in Europa scheint das Projekt bisher auf weniger Euphorie zu stoßen. So finden sich nur Daimler (Silber) und Jaguar Land Rover (Bronze) als europäische Fahrzeughersteller in der Mitgliederliste.

Weitere Informationen können der Pressemitteilung des AGL-Projekts entnommen werden.