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Intel Media SDK für Linux wird Open Source

Am 31. März 2017 hat Intel angekündigt, dass die Intel Media SDK für Linux ab sofort quelloffen zur Verfügung steht. Die SDK umfasst eine leicht zu verwendende API, Laufzeitumgebungen sowie diverse Werkzeuge zur Optimierung von Media-Applikationen durch den Zugang zu Hardware-beschleunigte Codecs wie Intel Quick Sync Video. 

Das unter der MIT-Lizenz veröffentlichte SDK richtet sich vorrangig an Entwickler, die auf schnelle und hochqualitative Video-Applikationen für die neuesten Intel-Prozessoren abzielen. Der jetzt freigegebene Zugriff auf den Quelltext soll zusätzliche Flexibilität und Kontrolle beim Einsatz von Drittherstellersoftware bieten. Bei der Entwicklung der SDK will Intel zwar auch weiterhin federführend sein, jedoch ist die Community eingeladen, eigene Erweiterungen und Verbesserungen beizusteuern, um das Produkt zu verbessern.

Der Quelltext ist auf GitHub verfügbar. Die Offenlegung bezieht sich allerdings nur auf die libfxhw-Bibliothek mit zugehörigen Plugins (HEVC Decode und Encode, AVC Look Ahead Bitrate Control), auf die Flexible Encode Infrastructure (FEI) mit Erweiterungen zur Optimierung der AVC Encoding Pipeline sowie auf das Core-Build und auf eine Test-Infrastruktur. Weiterhin proprietär bleiben neben dem Intel Media Server Studio, das Intel Media SDK für Windows und Embedded Linux, Software Video- und Audio-Codecs, HEVC Software und GPU-beschleunigte Decoder und Encoder, der Premium Telecine Interlace Reverser, das Intel SDK für OpenCL-Applikationen sowie diverse Werkzeuge zur Video-Analyse wie Intel VTune Amplifier, Intel Video Pro Analyzer und Intel Stress Bitstreams and Encoder.

Weitere Informationen können in der offiziellen Ankündigung sowie in einem von Intel veröffentlichten FAQ gefunden werden.