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Quelloffener OTA-Updater Mender freigegeben

Am 20. Februar 2017 wurde Mender 1.0 für Embedded Linux veröffentlicht. Dieser quelloffene „over-the-air“ (OTA) Software-Updater integriert einen Update-Client sowie einen Deployment Management Server für duale A/ B rootfs Update-Prozesse. 

Mender wurde unter anderem entwickelt, um den Update-Prozess in der Software-Entwicklung besser kontrollieren zu können. Schließlich sei dieser beim Vertrieb einer Software keine Kernkompetenz und nicht das, was verkauft werde. Ziel war daher die Entwicklung eines quelloffenen Updaters, an dem jeder mitwirken könne, der einfach zu verwenden und einfach zu integrieren sei, sodass er auch in harten Umgebungsbedingungen am Ende eines Entwicklungszyklus benutzt werden kann. Außerdem soll der Updater robust sein, um den unvorhersehbaren Charakter von eingebetteten Umgebungen, insbesondere hinsichtlich Leistungsverbrauch und Konnektivität, zu unterstützen.

Mender ist unter Apache 2.0 lizensiert. An dem ersten Release wurde etwa zwei Jahre gearbeitet. Am 5. April 2017 wurde bereits die Version 1.0.1 veröffentlicht. Das Update beseitigt hauptsächlich Bugs und bringt einige Verbesserungen, zum Beispiel Dockers neues Versionsschema sowie Drag und Drop für den Dateiupload im User Interface. Der Update-Prozess basiert auf einer dualen A/B rootfs Partitionierung mit Rollback-Unterstützung. Die Kommunikation mit dem Client-Server ist über TLS gesichert. Außerdem werden ausschließlich sichere HTTPS-Verbindungen und keine offenen Ports auf eingebetteten Geräten genutzt. Über eine Metaebene läuft Mender auf jeder Linux-Distribution, ist allerdings für Yocto-Stacks optimiert. Inzwischen gibt es zudem eine Community-initiierte Portierung für das Raspberry Pi.

Mender kann kostenlos heruntergeladen und auch kostenlos verwendet werden. Zusätzlich können aber ein Support-Service ab 99$ pro Monat für bis zu 100 Geräte und weitere professionelle Services gebucht werden. Weitere Informationen sind den Ankündigungen zu Mender 1.0.0 und 1.0.1 zu entnehmen.