Open Source im Internet der Dinge

Am 8. Dezember 2016 hat Stijn Schuermans, Senior IoT Analyst von VisionMobile Ltd einen Gastbeitrag mit dem Titel „A Guide to Open Source in IoT“ auf hackerboards.com veröffentlicht. 

Darin geht es um aktuelle Open Source Trends für das Internet der Dinge auf Basis einer Umfrage aus dem 4. Quartal 2015 mit insgesamt 3700 IoT-Entwicklern aus 150 Ländern. Zunächst zeigt der Artikel auf, wie Open Source im gesamten IoT-Entwicklungs-Stack verwendet werden kann. Anschließend wird dargestellt, wie Open Source für die Marktbeherrschung, als Innovations-Booster und für die Talent-Akquise eingesetzt werden kann.

In dem Gastbeitrag erläutert Schuermans, dass Open Source kein Nischenphänomen mehr sei. So würden mehr als 90% aller IoT-Entwickler quelloffene Software, Hardware oder Daten in mindestens einem Teil ihres Entwicklungs-Stacks nutzen. Aber nicht nur die Akzeptanz von Open Source sei groß, sondern auch das Engagement dafür. So würden mehr als 58% der befragten IoT-Entwickler zu quelloffenen Projekten beitragen – entweder in Form regelmäßiger Beiträge oder durch gelegentliche Fehlerbehebungen und ähnliches. Das Engagement falle dabei umso höher aus, je mehr die Software eines Projekts eingesetzt werde. Damit lasse sich eine sehr hohe Softwarequalität gewährleisten. Schuermans zeigt daraufhin anhand konkreter Beispiele die Vorteile quelloffener Technologien auf. So könnten quelloffene Implementationen öffentlicher Standards das Problem der Interoperabilität lösen, was insbesondere im IoT-Bereich ein wichtiger Aspekt sei. Im Vergleich zu proprietärer Middleware ermögliche Open Source darüber hinaus die Kontrolle der zugrundeliegenden technologischen Infrastruktur. In vielen Bereichen sei das Internet der Dinge aber auch noch auf der Suche nach konkret zu adressierenden Problemstellungen. Hier könnten Innovationen durch Open Source Technologien mit geringem Risiko gemeinschaftlich angegangen werden. Open Source könne aber auch den Wettbewerb fördern. So sei beispielsweise der Anteil der eingesetzten Open Source Betriebssysteme in Embedded-Projekten von 43% in 2010 auf 50% in 2014 gestiegen, wohingegen der Anteil kommerzieller Varianten von 41% in 2011 auf 33% in 2014 gefallen sei. Nicht zuletzt sei aber auch die Tatsache bemerkenswert, dass Open Source die besten Entwickler anziehen würde. Denn diese würden oft besonders enthusiastisch hinter dem Open Source Gedanken stehen. So hätten 78% der Befragten angegeben, dass sie wann immer möglich Open Source Technologien in mindestens einem Entwicklungsgebiet einsetzen würden. Außerdem hätten 55% angegeben, dass ideologische Gründe zu den drei wichtigsten Gründen zählen würden, weshalb sie Open Source einsetzen. Ein Drittel der Befragten nutze Open Source Projekte sogar aus dem alleinigen Grund, dass die konstante Beteiligung der Community zu höchst qualitativen Lösungen führe. Ein Fünftel würde Open Source sogar nur einsetzen, weil es neu und aufregend sei.

Der vollständige Gastbeitrag kann auf hackerboards.com in Englisch nachgelesen werden.