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AMD vereinheitlicht Linux-Grafiktreiber

Alex Deucher von AMD hat am 8. Oktober 2014 auf der 2014 X.Org Developer's Conference (XDC2014) in Bordeaux, Frankreich, Informationen zur Vereinigung der AMD Open und Closed Source Linux Grafiktreiber vorgestellt. Das Vorhaben läuft unter dem sogenannten „amdgpu“-Projekt.

 

Einen Hauptbestandteil der Zusammenführung soll der neue Open Source Base Graphics Treiber bilden. Der bisherige proprietäre AMD Catalyst Treiber soll dabei allerdings nicht offengelegt werden, wodurch amdgpu vorrangig auf dem quelloffenen AMD Radeon Treiber basiert. Der Base Graphics Treiber bildet damit die Grundlage, auf der sowohl quelloffene als auch proprietäre User Mode Treiber (UMDs) für OpenGL, Multimedia und OpenCL aufsetzen. Für die UMDs werden ebenso Änderungen notwendig sein. Die zusammengeführte Treiberlinie für Linux kommuniziert dabei über einen Libdrm-Treiber. Außerdem sieht das Projekt Schnittstellen zur Treibererweiterung für professionelle FirePro-Grafikchips vor. Obwohl diese Erweiterungen unter quelloffenen Lizenzen stehen sollen, werden sie voraussichtlich nicht standardmäßig in den Kernel und die Treiber eingebunden. Zur Effizienzsteigerung kann ferner eine HSA-Runtime (Heterogeneous System Architecture) genutzt werden, die über einen sogenannten KFD-Treiber mit dem Kernel kommuniziert.

 

Bisherige Grafikchips sollen noch ohne amdgpu laufen. Erst die kommende Generation soll auf den neuen Ansatz zurückgreifen. So können zunächst noch einige Schwachstellen in den bisherigen Open Source Treibern behoben werden.

  

Deucher's Präsentation kann als Foliensatz und Video auf der entsprechenden XDC2014-Seite eingesehen werden.