Font Size

Cpanel

Weiterentwicklung von MeeGo durch Jolla Ltd.

Wie am 8. Juli 2012 bekannt geworden ist, wird die Entwicklung des mobilen Betriebssystems MeeGo nun durch das neu gegründete finnische Unternehmen Jolla Ltd. wiederaufgenommen. In einer kurzen Pressemitteilung erklärt das Unternehmen seine Gründe und präsentiert erste Pläne.


Ursprünglich war MeeGo ein Open-Source/Linux-Projekt, das das Moblin-Projekt von Intel und das Maemo-Projekt von Nokia vereinte. Entwickelt wurde das System vor allem für den Einsatz in Netbooks, Handsets, In-Vehicle-Infotainment-Systemen, Smart TVs und Mobiltelefonen. Anfang September 2011 wurde allerdings bekannt, dass das MeeGo-Projekt aufgrund mangelnden Interesses von Geräteherstellern eingestellt wird. Als Nachfolger für MeeGo wurde nur knapp einen Monat später das System Tizen vorgestellt, das schließlich Ende April 2012 in der Version 1.0 (Larkspur) veröffentlicht wurde. Mit der Weiterentwicklung von MeeGo tritt Jolla in direkte Konkurrenz mit dem System Tizen.

 

Jolla plant MeeGo-basierte Smartphones selbst zu designen, zu entwickeln und zu verkaufen. Durch Unterstützung internationaler Investoren und Partner soll noch innerhalb des Jahres 2012 ein erstes Gerät vorgestellt werden. Angeblich arbeite Jolla schon seit Ende 2011 an einem neuen Smartphone mit überarbeitetem MeeGo. Das dabei verwendete System nutze den Mer-Kern und Qt mit eigens entwickelter Benutzeroberfläche.

 

Die Mitarbeiter von Jolla setzen sich vor allem aus ehemaligen MeeGo-Entwicklern zusammen. Das Unternehmen ist nach eigenen Aussagen momentan auf der Suche nach weiteren MeeGo- und Linux-Spezialisten. Der Unternehmenssitz von Jolla befindet sich in Helsinki, Finnland. In Tampere, Finnland, ist zudem ein R&D-Standort angesiedelt. CEO ist Jussa Hurmola, der zuvor Direktor von MeeGo Computer Releases and Integration bei Nokia war.

 

Weitere Informationen sind der Pressemitteilung zu entnehmen. Da Jolla bisher noch keine eigene Webseite eingerichtet hat, lohnt sich für Interessierte insbesondere der regelmäßige Besuch des Twitter-Profils oder der LinkedIn-Seite.