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Open Source Grafiktreiber für ARM Mali GPUs

Für ARM Mali GPUs wird ein Open-Source-Treiber entwickelt. Das unter dem Namen „Lima“ geführte Projekt wird insbesondere von Codethink gefördert, einem britischen Unternehmen für Softwareentwicklung und -beratung im Embedded-Bereich, und seit Oktober 2011 auch Mitglied der Linux Foundation.

 

Angestoßen wurde das Projekt von Luc Verhaegen, einem Softwareingenieur bei Codethink. Auf dem „Free and Open Source Developers' European Meeting“ (FOSDEM), vom 4. bis 5. Februar 2012 in Brüssel, hat Verhaegen das Projekt offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein erster Prototyp des Open-Source-Grafiktreibers für die GPUs Mali 200 und Mali 400 existiert bereits. Solche GPUs finden heutzutage in vielen System-on-Chips (SoCs) Verwendung. Beispielsweise wird die Mali-400-GPU im Exynos-SoC des Samsung Galaxy S2 eingesetzt.

 

Das Ziel des Projekts ist es, vollständige Open-Source-3D-Grafiktreiber für ARM-Plattformen bereitzustellen, um Geräteherstellern eine kosteneffiziente Integration der Grafiktreiber in das gewählte Betriebssystem zu ermöglichen. Als Basis für die Treiber hat Verhaegen die Mali-GPUs gewählt, da sie gut strukturiert und besonders simpel seien.

 

Bisher befindet sich der Treiber allerdings noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Es wird nicht erwartet, dass innerhalb der nächsten sechs Monate ein vollständig funktionsfähiger Treiber freigegeben wird, es sei denn Intel schließe sich dem Projekt an.

 

Aktuelle Neuigkeiten und weitere Informationen bietet die Webseite des Lima-Projekts. Der bisherige Code ist in einem Gitorious-Verzeichnis verfügbar und zusätzlich existiert eine Video-Aufzeichnung von Verhaegen's Präsentation auf dem FOSDEM.